
Les Céramiques de Lussan – Keramik mit Wurzeln in einem südfranzösischen Dorf
Les Céramiques de Lussan – Keramik mit Wurzeln in einem südfranzösischen Dorf
Hinter jedem Keramikstück von Les Céramiques de Lussan verbirgt sich eine Geschichte, die sich über mehr als ein halbes Jahrhundert erstreckt – von der Begegnung eines jungen Schweizer Künstlers mit dem südfranzösischen Licht bis hin zu einer international anerkannten Werkstatt, die in einem Dorf verwurzelt ist, von dem die meisten Menschen noch nie gehört haben.
Heidi Caillard und der Anfang
Heidi Caillard wurde 1932 in Basel, Schweiz, geboren. Nach ihrem Studium der Bildenden Kunst an der Kunstgewerbeschule Basel und anschließend der Keramik an der Keramikschule Lausanne ließ sie sich 1968 in Blauzac nieder – einem kleinen Dorf in der Nähe von Uzès im Languedoc –, wo sie eine Keramikwerkstatt mit angeschlossenem Ausstellungsraum eröffnete. Zu ihren Kunden zählte Daniel Caillard, ein Soldat, der auf dem Luftwaffenstützpunkt Garon bei Nîmes stationiert war. Er wurde später ihr Ehemann.
1971 kaufte das Paar ein völlig verfallenes Bauernhaus in Lussan – ein Haus, das einst den Vorfahren des Schriftstellers André Gide gehört hatte. Zehn Jahre lang renovierten sie es, und bereits 1974, mitten in den Arbeiten, verlegten sie sowohl die Werkstatt als auch den Laden nach Lussan, wo sie noch heute leben.
Adrien und die nächste Generation
1994 übernahm sein Sohn Adrien Caillard das Unternehmen – zunächst, um Heidi zu entlasten, doch angetrieben von einer echten Leidenschaft für das Handwerk, engagierte er sich nach und nach voll und ganz. Er perfektionierte die Techniken, optimierte Produktion und Verpackung und erschloss so den Geschäftsbetrieb professionellen Kunden – ohne dabei jemals die handwerklichen Methoden zu vernachlässigen, die jedem einzelnen Stück zugrunde liegen.
Die Teilnahme an der Maison et Objet in Paris und zahlreiche Presseberichte verhalfen der kleinen Werkstatt aus Lussan zu internationaler Bekanntheit. Im Jahr 2000 wurde eine weitere Werkstatt im gleichen Architekturstil wie die ursprüngliche errichtet – ein imposanter Holzbau mit 200 Quadratmetern freier, stützenfreier Arbeitsfläche, entworfen vom Architekten Daniel Sechet.
Heute sorgt ein engagiertes Team dafür, dass die von Heidi begründete Qualität und der Geist weiterleben. Heidi selbst zeichnet – trotz ihres Alters – immer noch gelegentlich neue Werke.
Das Perlhuhn – eine Ikone aus Lussan
Adriens berühmteste Kreation ist zweifellos das Perlhuhn. Vielen ist es heute einfach als Luzerne-Perlhuhn bekannt . Der Vogel entstand in Heidis Fantasie während ihrer Schulzeit – er lebte buchstäblich im Garten –, doch der Weg zur fertigen Skulptur erforderte lange Tage des Skizzierens, Bauens und Abreißens, immer und immer wieder, bis die Proportionen genau stimmten. Das Ergebnis ist eine stilisierte, ausdrucksstarke Figur mit einer fast archetypischen Ruhe.
Das Perlhuhn wird in verschiedenen Größen – vom kleinsten Modell mit 17 cm bis zum größten mit 24,5 cm – und in einer breiten Palette an Farbkombinationen hergestellt, von klassischem Grau mit Himmelblau über leuchtendes Blau mit Schwarz bis hin zu Froschgrün mit Burgunderrot. Jedes Huhn ist handgefertigt, daher variieren Farben und Fleckenmuster naturgemäß.
Keramik mit Ursprung
Les Céramiques de Lussan verkörpert alles, was der Begriff „Objekte mit Herkunft“ umfasst: Produkte mit einer spezifischen Herkunft, hergestellt von identifizierbaren Personen an einem bestimmten Ort, mit Techniken, die über Generationen weitergegeben und weiterentwickelt wurden. Es handelt sich um Keramik, die nicht für die Vitrine, sondern für die Raumgestaltung bestimmt ist.
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