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Die Keramik von Lussan

Französische Keramik in ihrer authentischsten Form – handgedreht und handglasiert im kleinen Dorf Lussan in Südfrankreich.

Jedes Stück wird mit Respekt vor traditionellen Techniken und natürlichen Materialien gefertigt. So erhält die Keramik einen warmen, zeitlosen Ausdruck mit leichten Variationen, die jedes Produkt einzigartig machen. Geschaffen für den täglichen Genuss – und um viele Jahre lang geschätzt zu werden.

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Heidi Caillard wurde 1932 in Basel, Schweiz, geboren. Von 1949 bis 1954 studierte sie Bildende Kunst an der Kunstgewerbeschule Basel und setzte ihr Studium 1962 an der Keramikschule Lausanne fort.

1968 ließ sie sich in Blauzac, einem kleinen Dorf bei Uzès, nieder, wo sie mitten im Dorf eine Keramikwerkstatt mit angeschlossenem Ausstellungsraum eröffnete. Einer ihrer Kunden, Daniel Caillard – ein Soldat, der auf dem Luftwaffenstützpunkt Garon bei Nîmes stationiert war – wurde später ihr Ehemann.

1971 kam ihr erstes Kind, Adrien, zur Welt. Im selben Jahr kaufte das Paar ein völlig baufälliges Bauernhaus in Lussan – ein Haus, das einst den Vorfahren des Schriftstellers André Gide gehört hatte. Zehn Jahre lang renovierten sie es, und bereits 1974, mitten in den Arbeiten, verlegten sie sowohl ihre Werkstatt als auch ihren Laden dorthin.

1994 übernahm Adrien Caillard den Betrieb – zunächst, um Heidi zu entlasten, doch angetrieben von seiner Leidenschaft für das Handwerk, engagierte er sich nach und nach voll und ganz. Er eignete sich schnell das nötige Fachwissen an und optimierte die Verpackung und den gesamten Produktionsprozess, ohne dabei die traditionellen Handwerkstechniken zu vernachlässigen, die jedem einzelnen Stück zugrunde liegen. Die Verbesserungen öffneten die Tür zu professionellen Kunden, und durch die Teilnahme an der internationalen Einrichtungsmesse Maison et Objet in Paris sowie zahlreiche Presseberichte erlangte die kleine Werkstatt allmählich internationale Anerkennung.

Im Jahr 2000 wurde eine zusätzliche Werkstatt im gleichen Architekturstil wie das ursprüngliche Mas errichtet. Eine beeindruckende Holzkonstruktion, entworfen von Daniel Sechet (atbc.fr), schuf 200 Quadratmeter freie, stützenfreie Arbeitsfläche.

Heute sorgt ein engagiertes Team für die von Heidi begründete Qualität und den Geist des Unternehmens. Heidi selbst zeichnet trotz ihres Alters immer noch gelegentlich neue Werke.

Im Jahr 2011 schlug Adrien ein neues Kapitel auf: Adrien's Caravan – eine Essenz der Expertise und Liebe zum Handwerk, die er sich über Jahrzehnte aufgebaut hat.

Seine berühmteste Schöpfung ist zweifellos das Perlhuhn – vielen heute einfach als „Lussaner Perlhuhn“ bekannt. Schon in ihrer Schulzeit entstand die Idee für den Vogel in Heidis Fantasie, und das lebende Exemplar stand bereits im Garten. Von Anfang an hatte sie die Idee einer stilisierten, ausdrucksstarken Skulptur im Sinn – doch der Weg zur endgültigen Form erforderte lange Tage des Skizzierens, Aufbauens und Wiederverwerfens, immer und immer wieder, bis die Proportionen exakt stimmten.