Zum Inhalt springen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

Artikel: Ein Schneidebrett ist nicht einfach nur ein Schneidebrett

Ein Schneidebrett ist nicht einfach nur ein Schneidebrett

Ein Schneidebrett hat eine sehr einfache Grundfunktion: Es soll eine stabile, geeignete Fläche bieten, um mit einem Küchenmesser darauf zu arbeiten.

Wie bei Küchenmessern gibt es aber große Unterschiede bei Konstruktion, Materialwahl, Stärke, Details und Verarbeitung.

Der Markt reicht von dünnen, industriell gefertigten Brettern bis zu massiven Butcher Blocks, Stirnholzbrettern und handgefertigten Unikaten. Hersteller wie John Boos, Larch Wood Canada und Sonder LA fertigen alle ernstzunehmende Holzschneidebretter, unter anderem mit Stirnholz, Nussbaum, Saftrillen und Griffen.

Was unterscheidet also ein Schneidebrett von Rune-Jakobsen Design?

Die Antwort liegt nicht in einem einzelnen Detail.

Sie liegt in der Art, wie Holz, Konstruktion, Funktion und Ästhetik zusammengedacht werden.

Das Schneidebrett als Werkzeug – und als Teil der Küche

Bei vielen Herstellern ist der Ausgangspunkt ein klassisches rechteckiges Brett, bei dem die Variationen vor allem aus Größe, Holzart, Stärke und gegebenenfalls Saftrille oder Griffen bestehen.

John Boos bietet zum Beispiel ein sehr umfangreiches Programm in Ahorn, Kirsche und Nussbaum an, sowohl als Längsholz- als auch als Stirnholzkonstruktion und mit Funktionen wie Saftrillen, Fingergriffen, Griffen und Füßen.

Das sind bewährte, funktionale Lösungen.

Bei Rune-Jakobsen Design beginnt der Designprozess woanders.

Wir betrachten das Schneidebrett nicht als etwas, das zwangsläufig weggeräumt werden muss, wenn es nicht benutzt wird. Ein großes Schneidebrett liegt oft weite Teile des Tages offen – in manchen Küchen dauerhaft – und wird damit zu einem sichtbaren Teil des Raums.

Deshalb arbeiten wir beim Schneidebrett nach vielen der gleichen Prinzipien wie bei einem kleinen Möbelstück: Proportionen, Maserung, Materialkombinationen, Details, Kanten und Oberfläche müssen als Ganzes funktionieren.

Massivholz – nicht nur eine Schnittfläche

RJDs Schneidebretter werden aus Massivholz gefertigt, vor allem aus europäischer Eiche und amerikanischem Schwarznussbaum.

Das Holz wird nicht nur danach ausgewählt, ob es sich technisch für ein Schneidebrett eignet. Auch Farbspiel, Maserung und Zusammensetzung werden berücksichtigt, bevor die einzelnen Teile verleimt werden.

Jedes Brett durchläuft einen aufwendigen Schliff und wird mit einer lebensmittelgeeigneten Oberflächenbehandlung abgeschlossen, die Struktur und Tiefe des Holzes hervorhebt.

Das bedeutet, dass zwei Bretter mit gleichen Maßen und aus derselben Holzart trotzdem unterschiedlich aussehen können.

Das ist keine Abweichung vom Produkt.

Das ist Teil des Materials.

Stirnholz ist nicht einzigartig – kann aber sehr unterschiedlich behandelt werden

Stirnholzbretter sind unter Herstellern von Premium-Schneidebrettern wohlbekannt.

John Boos fertigt massive Chopping Blocks aus Stirnholz, während das kanadische Larch Wood sich auf handgefertigte Stirnholzbretter spezialisiert hat. Mehrere andere Hersteller bieten vergleichbare Konstruktionen an.

Dafür gibt es einen guten funktionalen Grund.

Bei einem Stirnholzbrett zeigen die Holzfasern nach oben zur Schnittfläche. Die Messerschneide arbeitet dadurch eher zwischen die Fasern hinein als quer zu ihnen. Die Konstruktion gilt als relativ schonend für die Schneide, und kleinere Schnittspuren fallen optisch oft weniger auf als bei traditionellen Längsholzbrettern.

Dasselbe Prinzip wird bei RJDs WOW und Chefs Board angewendet.

Bei uns ist das Stirnholz aber zugleich ein visuelles Material.

WOW – wenn die Maserung Teil des Designs wird

Ein Stirnholzbrett kann als sehr regelmäßiges Raster gleichförmiger Holzklötze gefertigt werden.

Es muss aber nicht.

Für WOW werden die einzelnen Stirnholzstücke mit Blick auf Balance, Rhythmus, Symmetrie und die natürliche Zeichnung des Holzes ausgewählt und zusammengesetzt.

Jahresringe, Farbunterschiede und Struktur werden so zu einem aktiven Teil des Designs.

Jedes WOW ist anders.

Das Muster lässt sich nicht exakt von Brett zu Brett wiederholen, weil das Material nie identisch ist.

Andere Hersteller, darunter Larch Wood Canada, arbeiten ebenfalls bewusst mit den natürlichen Mustern des Stirnholzes. Genau das zeigt den Punkt:

Stirnholz an sich ist nicht der Unterschied. Es ist die Art, wie das Material ausgewählt und komponiert wird, die dem Brett Charakter gibt.

Bei RJD ist WOW deshalb ebenso eine Arbeit mit Symmetrie, Farbe und Maserung wie mit der Konstruktion selbst.

Chefs Board – Funktion und Komposition

Chefs Board baut auf dem Stirnholzprinzip auf.

Das Brett verbindet eine massive Stirnholzkonstruktion mit einem markanten visuellen Abschluss und ist in verschiedenen Zusammensetzungen aus unter anderem Eiche, Nussbaum und Räuchereiche erhältlich.

Bei ausgewählten Modellen kommen zudem Details aus Metall hinzu.

Das Ergebnis ist ein Arbeitsbrett, bei dem der Übergang zwischen Holzrichtungen, Holzarten und Materialien bewusst sichtbar bleiben darf.

Das ist ein durchgehendes Prinzip in vielen RJD-Designs:

Die Konstruktion darf sichtbar sein.

Eine Vorderkante ist mehr als ein dekoratives Detail

Die meisten Schneidebretter liegen schlicht oben auf der Arbeitsplatte.

RJDs Forefront ist anders konstruiert.

Das Brett hat eine integrierte Vorderkante aus Holz, die an der Front der Arbeitsplatte anliegt. Die Kante ist so dimensioniert, dass sie das Brett beim Arbeiten stabilisiert, ohne zwangsläufig Schubladen und Türen darunter zu blockieren.

Das ergibt einen konkreten funktionalen Vorteil etwa beim Kneten, Hacken und anderen Arbeiten, bei denen die Kraft nach vorn zur Tischkante wirkt.

Die Vorderkante verändert aber auch den visuellen Charakter des Bretts.

Liegt ein großes Forefront dauerhaft auf der Arbeitsplatte, funktioniert es fast wie eine zusätzliche, lose Arbeitsfläche aus Massivholz und weniger wie ein traditionelles Schneidebrett, das hervorgeholt und wieder weggelegt wird.

Forefront von Rune-Jakobsen Design ansehen

Wenn Metall Teil der Konstruktion wird

Bei mehreren RJD-Designs ist Messing, Kupfer oder Aluminium ein integrierter Teil des Ausdrucks des Bretts.

Das zeigt sich unter anderem bei Modellen, bei denen Metallprofile oder Einlagen einen Kontrast zu Eiche oder Nussbaum bilden.

Das Metall ist nicht bloß als Dekoration hinzugefügt.

Es gehört zur visuellen Architektur des Bretts und betont den Übergang zwischen Materialien, Kanten und Flächen.

Es ist dieselbe Denkweise, die sich in anderen RJD-Produkten wiederfindet: Funktionale Küchenwerkzeuge dürfen einen deutlichen materiellen und möbelhaften Ausdruck haben.

Die Saftrille muss in der Praxis funktionieren

Saftrillen gibt es bei praktisch allen größeren Herstellern von Premium-Schneidebrettern.

John Boos und andere bieten zum Beispiel Carving Boards mit Saftrillen an, und das Prinzip ist bekannt.

Bei RJD geht es nicht bloß darum, eine schmale dekorative Rille rund um das Brett zu ziehen.

Bei Modellen mit markanter Saftrille wird sie so dimensioniert, dass sie beim Tranchieren von Fleisch, Obst oder saftigem Gemüse tatsächlich Flüssigkeit aufnehmen kann.

Das macht den Unterschied zwischen einem Detail, das vor allem funktional aussieht, und einem, das es tatsächlich ist.

Griffe müssen Teil der Form sein

Griffe an Schneidebrettern sind ebenfalls für sich genommen nichts Besonderes.

Das Besondere liegt darin, wie sie integriert werden.

Bei RJDs verschiedenen Modellen arbeiten wir mit eingefrästen Griffen, durchgehenden Öffnungen und Profilen, die Teil der Gesamtform des Bretts werden.

Ein Griff soll das Brett zuallererst leichter heben und bewegen lassen.

Er darf aber zugleich zum visuellen Ausdruck beitragen.

Es ist ein kleines Detail, aber genau diese Art von Detail ist entscheidend, wenn ein Schneidebrett als mehr erlebt werden soll als ein Stück Holz mit vier geraden Seiten.

Symmetrie – und bewusste Asymmetrie

Viele Schneidebretter sind visuell neutral.

Bei RJD arbeiten wir sowohl mit Symmetrie als auch mit ihrem Gegenteil.

Bei manchen Modellen ist die Komposition streng und ausgewogen. Bei anderen sind Details und Materialien asymmetrisch platziert, um mehr Bewegung in den Ausdruck zu bringen.

Das ändert nichts an der Grundfunktion als Schneidebrett.

Aber es verändert das Erlebnis des Produkts.

Genau dort beginnt die Grenze zwischen Küchenwerkzeug und Möbeltischlerei interessant zu werden.

Längsholz oder Stirnholz?

RJD arbeitet mit beiden Konstruktionen.

Ein traditionelles Längsholzbrett zeigt die Maserung des Holzes in Längsrichtung und wirkt oft ruhiger und klassischer.

Ein Stirnholzbrett kehrt dagegen die Faserenden nach oben zur Oberfläche und schafft in der Regel eine weit lebendigere, grafischere Struktur.

Keine der beiden Konstruktionen ist für alle Zwecke die richtige.

Die Wahl hängt unter anderem von Größe, Verwendung, gewünschter Stärke, Gewicht und dem bevorzugten visuellen Ausdruck ab.

Deshalb existiert RJDs Schneidebrettprogramm nicht als eine Konstruktion in verschiedenen Größen, sondern als verschiedene Produkte, entwickelt für verschiedene Arten, die Küche zu nutzen und einzurichten.

Vom einzelnen Brett zur dauerhaften Arbeitsstation

Auch die Erwartungen der Kunden an ein Schneidebrett unterscheiden sich stark.

Manche wünschen ein relativ leichtes Brett, das nach dem Gebrauch hervorgeholt und wieder weggeräumt wird.

Andere wünschen eine schwere, stabile Arbeitsfläche, die die Arbeitsplatte praktisch nie verlässt.

Deshalb arbeitet RJD mit verschiedenen Stärken, Größen und Proportionen.

Die größten Modelle entfernen sich bewusst von der Vorstellung des Schneidebretts als kleines Küchenwerkzeug.

Sie funktionieren stattdessen als echte Arbeitsflächen.

Das kann besonders auf Kücheninseln oder größeren Arbeitsplatten relevant sein, wo das Brett zu einem dauerhaften Teil des Arbeitsbereichs wird.

Standardmaße – aber nicht unbedingt Standardlösungen

Große Hersteller bieten oft eine beträchtliche Auswahl fester Größen an.

Auch RJD hat eine Reihe von Standardformaten, aber weil die Produktion auftragsbezogen ist, gibt es mehr Spielraum, mit den Proportionen zu arbeiten.

Kleinere Abweichungen vom Standardmaß können auf Wunsch gefertigt werden.

Das kann relevant sein, wenn ein Brett zum Beispiel zu einem bestimmten Bereich einer Kücheninsel, zwischen Spüle und Herd oder zu einer bestimmten Arbeitszone passen soll.

Das bedeutet nicht, dass alle Formen und Abmessungen möglich sind.

Die Stabilität des Holzes, die Konstruktion und die Proportionen des jeweiligen Designs setzen natürliche Grenzen.

Der Ausgangspunkt ist aber, dass das Produkt nach dem Auftrag gefertigt wird – nicht, dass der Kunde seine Küche zwangsläufig an ein fertiges Lagerprodukt anpassen muss.

Handgefertigt in Dänemark

RJDs Schneidebretter werden heute von Flat Cap Furniture in enger Zusammenarbeit mit Rune-Jakobsen Design gefertigt.

Flat Cap Furniture wird vom Möbeltischler Niall Williams von seiner Werkstatt in Dänemark aus geführt.

Die Bretter werden einzeln auf Bestellung gefertigt, mit denselben Designs, Materialanforderungen und Qualitätsprinzipien, auf denen RJDs Schneidebrettprogramm aufbaut.

Das bedeutet auch, dass das Brett nicht einfach aus einem Lager mit hunderten identischen Exemplaren genommen wird.

Wenn das einzelne Brett gefertigt werden soll, wird das Holz für genau dieses Produkt ausgewählt und zusammengesetzt.

Das ermöglicht es, sich auf das konkrete Material zu beziehen – nicht nur auf Zeichnung und Maße.

Es gibt hervorragende Schneidebretter anderer Hersteller

John Boos fertigt seit mehr als einem Jahrhundert Butcher Blocks und Schneidebretter und bietet ein umfangreiches professionelles Sortiment an.

Larch Wood Canada fertigt handgemachte Stirnholzbretter mit großer Aufmerksamkeit für die natürlichen Muster des Holzes.

TeakHaus arbeitet spezialisiert mit Teak in verschiedenen Konstruktionen.

Sonder LA kombiniert verschiedene Holzarten und Konstruktionen mit Funktionen wie Saftrillen, Griffen und beidseitig nutzbaren Arbeitsflächen.

Es wäre deshalb falsch zu behaupten, Rune-Jakobsen Design sei allein mit gutem Holz, Stirnholz, Handwerk oder durchdachten Funktionen.

Unser Unterschied liegt woanders.

Nicht einfach nur ein Brett

Die Schneidebretter von Rune-Jakobsen Design reichen von einfachen massiven Arbeitsbrettern über kräftige Stirnholzbretter, Unikate und Schneidebretter mit markanten Saftrillen bis zu integrierten Griffen, Vorderkante und Details aus Messing, Kupfer oder Aluminium.

Manche sind in erster Linie Arbeitswerkzeuge.

Andere funktionieren ebenso natürlich als Servierbretter.

Und manche sind bewusst dafür entwickelt, dauerhaft offen zu liegen und Teil der Küche selbst zu werden.

Das gemeinsame Prinzip ist, dass die Funktion nicht allein stehen darf.

Ein gutes Schneidebrett muss angenehm zu bearbeiten sein. Wenn es aber eine große, sichtbare Fläche in der Küche einnimmt, darf es auch sehenswert sein.

Deshalb betrachten wir ein Schneidebrett als mehr als eine Schnittfläche.

Crafted – Not produced.

Alle Schneide- und Servierbretter von Rune-Jakobsen Design ansehen


Quellen und weiterführende Lektüre


Lesen Sie auch


Relevante Produkte und Kollektionen

Alexander Handcrafted Mills salt- og peberkværn i massiv messing hos Rune-Jakobsen Design

Eine Pfeffermühle ist nicht einfach nur eine Pfeffermühle

Mahlwerk, Handkurbel, massives Messing und Kupfer, das mit dem Gebrauch Patina ansetzt. Warum Alexander Handcrafted Mills aus Griechenland sich von Peugeot, Zassenhaus und der Pepper Cannon untersc...

Weiterlesen
Knivmagnet i massivt træ med køkkenknive, håndlavet af Rune-Jakobsen Woodworks

Eine Messerleiste ist nicht einfach nur eine Messerleiste

Magnetplatzierung, Breite, Frontmaterial und Fertigung entscheiden darüber, wie eine Messerleiste funktioniert und aussieht. Ein Blick darauf, was die Messerleisten von Rune-Jakobsen Design von and...

Weiterlesen