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Artikel: Holz, Kunststoff oder Bambus – welches Schneidebrett sollten Sie wählen?

Holz, Kunststoff oder Bambus – welches Schneidebrett sollten Sie wählen?

Die Frage wird oft so gestellt, als gäbe es eine einzige wissenschaftliche Antwort: Holz, Kunststoff oder Bambus – welches Material ist am hygienischsten und am besten für das Messer geeignet?

Die genaue Antwort ist weniger dramatisch. Alle drei Materialien können bedenkenlos verwendet werden, solange das Schneidebrett sauber gehalten, ordnungsgemäß getrocknet und ausgetauscht wird, sobald die Oberfläche so abgenutzt ist, dass sie sich nicht mehr richtig reinigen lässt.

Was sagen die Lebensmittelbehörden?

Der Lebensmittelsicherheits- und Inspektionsdienst des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) gibt an, dass Verbraucher sowohl Schneidebretter aus Holz als auch aus nicht porösem Material verwenden können. Die Behörde weist außerdem darauf hin, dass nicht poröse Materialien im Allgemeinen leichter zu reinigen sind und dass stark abgenutzte Bretter mit schwer zu reinigenden Rillen ausgetauscht werden sollten.

Der wichtigste Ratschlag betrifft eigentlich weniger die Materialien als vielmehr die Vermeidung von Kreuzkontaminationen: Verwenden Sie ein separates Brett für rohes Fleisch, Geflügel und Fisch und ein weiteres für Brot, Gemüse und verzehrfertige Lebensmittel.

Holz – massiv, reparierbar und nicht so einfach, wie sein Ruf vermuten lässt.

Massivholz muss von Hand gewaschen und getrocknet werden. Andererseits kann eine Massivholzoberfläche nach jahrelangem Gebrauch abgeschliffen und renoviert werden.

Ältere Laborstudien an Holz und Kunststoff zeigten, dass sich Bakterien nicht unbedingt so verhalten, wie es die weit verbreitete Annahme „poröses Holz = unhygienisch“ nahelegt. In Tests wurden auf Holz oft weniger lebensfähige Bakterien gefunden als auf Kunststoff, und stark abgenutzte Kunststoffoberflächen ließen sich manuell nur schwer reinigen.

Das bedeutet nicht, dass Holz sich selbst desinfiziert oder dass alle Holzbretter sicherer sind als Kunststoff. Es bedeutet aber, dass die Materialwahl nicht allein auf die Porosität reduziert werden kann.

Kunststoff – praktisch und einfach zu standardisieren

Ein gutes Kunststoffbrett ist leicht, preiswert und viele Modelle sind, sofern vom Hersteller angegeben, spülmaschinenfest. Dadurch eignet sich Kunststoff beispielsweise für die Zubereitung von rohem Fleisch, wo eine besonders einfache Reinigung erwünscht ist.

Der Nachteil ist der Verschleiß. Messer schneiden mit der Zeit Rillen in die Oberfläche. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) empfiehlt, sowohl Holz- als auch Kunststoffbretter zu entsorgen, sobald sie so abgenutzt oder gerillt sind, dass sie sich nur noch schwer reinigen lassen.

Bambus – botanisches Gras, praktisches Plattenmaterial

Bambus wird oft fälschlicherweise für Holz gehalten, ist aber botanisch gesehen ein Gras. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) beschreibt Bambus-Schneidebretter als härter und weniger porös als viele Hartholzbretter, mit geringer Feuchtigkeitsaufnahme und guter Beständigkeit gegen Flecken.

Die hohe Härte kann zwar die Haltbarkeit verbessern, bedeutet aber auch, dass Bambus nicht mit einem herkömmlichen Schneidebrett aus Eiche oder Walnuss vergleichbar ist. Die Qualität hängt zudem von den Lamellen, der Verleimung und der Verarbeitung ab.

Welches Material ist am schonendsten für Messer?

Hier erweist sich Marketing oft als verlässlicher als Dokumentation. Ein Schneidebrett sollte eine ausreichend flexible Oberfläche haben, damit die Klinge nicht wiederholt auf sehr harte Materialien wie Glas, Stein oder Keramik trifft. Härte und Oberflächenbeschaffenheit von Holz, Kunststoff und Bambus variieren erheblich.

Wir können daher nicht versprechen, dass eines der drei Materialien stets eine um einen bestimmten Prozentsatz längere Schärfe gewährleistet. Die Stahlsorte des Messers, der Schärfvorgang, die Schneidetechnik und das verwendete Schneidebrett spielen eine zu große Rolle.

Was wählen wir für uns selbst?

Für den täglichen Gebrauch bevorzugen wir Massivholz. Nicht etwa, weil es steril wirken sollte, sondern weil es sich angenehm bearbeiten lässt, aufgearbeitet werden kann, mit der Zeit an Charakter gewinnt und als dauerhaftes Werkzeug in der Küche dient.

Bei Rohstoffen mit hohem Risiko einer Kreuzkontamination kann eine separate, spülmaschinenfeste Kunststoffplatte eine sinnvolle Ergänzungslösung sein.

Die praktische Schlussfolgerung

  • Holz: robust, reparierbar und optisch ansprechend; erfordert Handwäsche und -trocknung.
  • Kunststoff: leicht und oft einfach in der Maschine zu waschen; muss bei tiefen, schwer zu reinigenden Rillen ausgetauscht werden.
  • Bambus: hart und relativ feuchtigkeitsbeständig; die Eigenschaften hängen stark von der Konstruktion ab.

Unabhängig vom Material gilt: Halten Sie die Platine sauber, vermeiden Sie Kreuzkontaminationen und entsorgen Sie eine Oberfläche, die nicht mehr zufriedenstellend gereinigt werden kann.

Sehen Sie sich unsere handgefertigten Schneidebretter aus Massivholz und unsere Pflegehinweise an.


Quellen und weiterführende Literatur

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