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Artikel: Gyuto vs. Santoku vs. Nakiri – welches japanische Messer sollten Sie wählen?

Gyuto vs. Santoku vs. Nakiri – welches japanische Messer sollten Sie wählen?

Gyuto, Santoku und Nakiri werden oft in dieselbe Kategorie eingeordnet: japanische Küchenmesser. Es handelt sich jedoch nicht um drei Varianten desselben Messers. Sie sind für unterschiedliche Arbeitsmuster konzipiert, wobei sich insbesondere das Nakiri deutlich abhebt.

Wenn Sie sich für ein einziges japanisches Messer für den Großteil Ihrer Küchenarbeiten entscheiden müssen, sind Gyuto und Santoku die naheliegendsten Optionen. Nakiri ist eher ein Spezialmesser, das man wählt, wenn Gemüse viel Platz benötigt.

Gyuto – das japanische Kochmesser

Gyuto bedeutet wörtlich übersetzt „Rinderschwert“, doch das moderne Gyuto ist vielseitiger, als der Name vermuten lässt. Die Klinge ist relativ lang und hat eine Spitze, die das Messer sowohl für größere Zutaten als auch für präzise Arbeiten und klassische Kochmessertechniken geeignet macht.

ZWILLING gibt die Klingenlänge von Gyutoh-Klingen üblicherweise mit 16–24 cm an. In der Praxis ist 210 mm eine sehr gängige Größe, da sie eine gute Reichweite bietet, ohne in einer typischen Haushaltsküche zu wuchtig zu sein. Eine längere Klinge erleichtert das Schneiden von großem Gemüse, Fleisch und Fisch mit langen, sauberen Schnitten.

Ein Gyuto weist oft eine stärkere Krümmung der Klinge auf als ein Nakiri. Wie stark diese Krümmung ausgeprägt ist, variiert von Hersteller zu Hersteller, aber die Form ermöglicht sowohl Vorwärtshiebe als auch eine bestimmte Wiegebewegung.

Santoku – kompakt und vielseitig

Das Santoku-Messer steht für die „drei Tugenden“ oder drei Verwendungszwecke: Fleisch, Fisch und Gemüse. Die Klinge ist typischerweise kürzer als die eines Gyuto und hat ein hohes Profil, wodurch ausreichend Platz für die Knöchel über dem Schneidebrett bleibt.

ZWILLING beschreibt Santoku-Klingen mit einer Länge von etwa 14–18 cm. Die kürzere Länge erleichtert die Kontrolle des Messers und für viele Hobbyköche ist es weniger anspruchsvoll als ein 210 oder 240 mm langes Gyuto.

Das Santoku-Messer hat üblicherweise eine weniger ausgeprägte Spitze und eine relativ flache Klinge. Dadurch eignet es sich hervorragend für kontrollierte Auf- und Abwärts- oder Vorwärtsschnitte. Wenn Sie in der Küche hauptsächlich Gemüse, Kräuter, kleinere Fleisch- und Fischstücke verarbeiten, ist es kaum zu vermeiden.

Nakiri – der Gemüsespezialist

Das Nakiri ist sofort an seiner hohen, rechteckigen Klinge erkennbar. Es besitzt nicht die für das Gyuto typische Spitze und die Schneide ist in der Regel sehr flach. Knifewear beschreibt das Nakiri als Gemüsemesser, dessen Form gerade Schnitte durch das Rohmaterial begünstigt.

Die hohe Klinge ermöglicht eine gute Kontrolle und erleichtert das Abheben von geschnittenem Gemüse vom Brett. Andererseits fehlt dem Nakiri die Spitze, die das Gyuto beim Trimmen, Schnitzen und für Detailarbeiten flexibler macht.

Ein Nakiri ist daher hervorragend als zweites oder drittes Messer geeignet – aber selten unsere erste Empfehlung, wenn Sie nur ein japanisches Küchenmesser kaufen möchten.

Der kurze Vergleich

  • Gyuto: Die größte Bandbreite und Vielseitigkeit. Gut geeignet für Fleisch, Fisch, Gemüse und größere Zutaten.
  • Santoku: Kompaktes Allzweckmesser mit hoher Klinge und hervorragender Handhabung. Gut geeignet für die meisten alltäglichen Aufgaben.
  • Nakiri: ein spezielles Gemüsemesser mit hoher, flacher Klinge ohne traditionelle Spitze.

Gyuto oder Santoku als erstes japanisches Messer?

Es ist vor allem eine Frage der Größe und der Arbeitsweise. Wer ein europäisches Kochmesser gewohnt ist und eine längere Klinge bevorzugt, für den ist das Gyuto die naheliegende Wahl. Wer hingegen ein leichteres, kürzeres und sehr gut kontrollierbares Allzweckmesser sucht, ist mit dem Santoku oft leichter zurechtzukommen.

Es lohnt sich auch, einen Blick auf Ihr Schneidebrett zu werfen. Eine 240-mm-Klinge ist nur dann sinnvoll, wenn Sie genügend Platz dafür haben. Auf einem kleineren Brett fühlt sich ein Santoku-Messer mit etwa 165–180 mm Klinge viel natürlicher an.

Stahlsorte und Hersteller sind mindestens genauso wichtig wie die Form.

Die Bezeichnung eines Messertyps gibt an sich keine Auskunft über Härte, Schärfbarkeit oder Rostbeständigkeit. Zwei Gyuto-Messer können sich je nach Stahllegierung, Wärmebehandlung, Klingenstärke, Schärfung und Griff deutlich unterscheiden.

Wählen Sie daher zuerst die Geometrie, die zu Ihrer Arbeit passt – und dann die Stahlqualität und den Wartungsaufwand, mit denen Sie sich wohlfühlen.

Entdecken Sie unsere Auswahl an japanischen Küchenmessern : Gyuto , Santoku und Nakiri .


Quellen und weiterführende Literatur

Stirnholz oder Längsholz – welches Schneidebrett sollten Sie wählen?

Worin liegt der Unterschied zwischen Stirn- und Längsholz? Wir erklären Ihnen Konstruktion, Verwendung und Pflege und helfen Ihnen bei der Auswahl des richtigen Schneidebretts.

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