Oitomi – japanisches Gusseisen aus der Nambu-Region
Eine Gießerei seit 1848
Oitomi wurde 1848 als Hoshodo in Mizusawa-Hada gegründet, heute Teil von Oshu in der Präfektur Iwate. Gründer Oikawa Rigenta war Kesselschmied des Date-Clans. Die Werkstatt entstand aus der Teekultur und der älteren Gießtradition der Region.
Zwei Wurzeln des Nambu-Gusseisens
Nambu-Eisenwaren vereinen die Traditionen von Morioka und Oshu-Mizusawa in Iwate. 1959 wurden beide Produktionszentren unter dem Namen Nambu ironware zusammengeführt. Oitomi steht für die Mizusawa-Linie und produziert weiterhin in derselben Stadt.
Von der Form zur Oberfläche
Oitomi verbindet Entwurf, Formenbau, Guss, Nachbearbeitung und Färbung. Sandformen bestimmen die Geometrie, flüssiges Eisen wird eingegossen und das abgekühlte Werkstück gelöst, gereinigt und geprüft. Muster, Verbindungen und Oberfläche verlangen in mehreren Phasen handwerkliches Urteil.
Patina, Variation und Gebrauch
Gusseisen besitzt eine lebendige Oberfläche, die sich durch Berührung, Wärme, Feuchtigkeit und Zeit verändern kann. Kleine Unterschiede in Struktur und Ton entstehen natürlich beim Gießen und Finish. Sie sind jedoch von Rissen, losen Teilen oder Funktionsfehlern zu unterscheiden.
Pflege nach Produkttyp
Ein Tetsubin zum Wasserkochen, eine emaillierte Teekanne und ein dekoratives Eisenobjekt brauchen unterschiedliche Pflege. Beachten Sie stets die konkrete Anleitung. Grundsätzlich sollte Gusseisen nicht nass stehen: leeren, trocknen und belüftet lagern. Nur erhitzen, wenn das Produkt ausdrücklich dafür geeignet ist.
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