Masuda Kiribako – japanische Schachteln aus Paulownia
Kiribako seit 1929
Masuda Kiribako wurde 1929 in Fukuoka von Matsuyoshi Masuda nach seiner Lehrzeit in Hiroshima gegründet. Anfangs entstanden traditionelle Schachteln für Hakata-Puppen und Shamisen-Instrumente, später auch für Teegerät, Lebensmittel und Alltagsaufbewahrung.
Paulownia hält die Schachtel leicht
Paulownia, auf Japanisch Kiri, ist besonders leicht und relativ nachgiebig. So belastet die Verpackung ihren Inhalt nicht unnötig. Das Holz kann kleine Stöße aufnehmen, ist jedoch weich genug für Gebrauchsspuren; eine benutzte Schachtel erzählt deshalb ihre eigene Geschichte.
Feuchtereaktion ohne Wunderwirkung
Paulownia reagiert auf Luftfeuchtigkeit, nimmt Feuchte auf, gibt sie ab und verändert sein Maß. Das machte es im wechselhaften japanischen Klima wertvoll. Eine Kiribako ist dennoch keine Klimakammer: Der Inhalt braucht weiterhin trockene, stabile und materialgerechte Bedingungen.
Präzision bei Fugen und Deckeln
Eine gute Schachtel braucht ebene Flächen, genaue Verbindungen und einen kontrolliert laufenden Deckel. Masuda nutzt traditionelle Handarbeit ebenso wie Produktionsweisen für unterschiedliche Zwecke. Die Konstruktion folgt dem Schutzbedarf und nicht nur der Optik.
Gebrauch und Pflege
Nutzen Sie die Schachtel für trockene Waren oder empfohlene Gegenstände. Vermeiden Sie dauerhafte Feuchte, direkte Wärme und starke Sonne. Mit trockenem oder kaum feuchtem Tuch abwischen und vor dem Schließen vollständig trocknen lassen. Feuchtes oder stark riechendes Material nicht direkt auf unbehandeltes Holz legen.
Auch lesenswert
- Oitomi – japanisches Gusseisen aus der Nambu-Region
- Sakami Kogei – japanisches Metallhandwerk und modernes Design
- Japanische Handwerkskunst: Der Unterschied zwischen Handarbeit und industrieller Fertigung










