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Artikel: Eine Pfeffermühle ist nicht einfach nur eine Pfeffermühle

Eine Pfeffermühle ist nicht einfach nur eine Pfeffermühle

Eine Pfeffermühle hat auf den ersten Blick eine einzige einfache Aufgabe: ganze Pfefferkörner in frisch gemahlenen Pfeffer zu verwandeln.

Wie das geschieht, unterscheidet sich jedoch erheblich.

Manche Mühlen verwenden Keramikmahlwerke. Andere gehärteten Stahl. Manche werden betätigt, indem man den gesamten Kopf dreht, andere über eine Handkurbel, einen Elektromotor oder Konstruktionen, die speziell für sehr hohe Kapazität entwickelt wurden.

Hersteller wie Peugeot, Zassenhaus und MÄNNKITCHEN stehen jeweils für einen eigenen Ansatz. Peugeot arbeitet unter anderem mit gehärteten Stahlmahlwerken und präziser Einstellung, Zassenhaus mit Keramikmechanismen, während MÄNNKITCHENs Pepper Cannon auf sehr hohe Kapazität ausgelegt ist.

Alexander Handcrafted Mills gehen einen anderen Weg.

Hier wird eine mechanische Mahlkonstruktion mit massiven Metallen, Handkurbel und einer Formensprache kombiniert, die weit mehr mit traditionellen Küchengeräten gemeinsam hat als mit moderner industrieller Küchenausstattung.

Genau deshalb haben wir sie für Rune-Jakobsen Design ausgewählt.

Handgefertigt in Griechenland seit 1977

Alexander Handcrafted Mills wurde 1977 von H. Ioannou und G. Zarkadis gegründet, beide mit einem Hintergrund als Maschinenbauingenieure.

Das Unternehmen produziert seit Beginn Pfeffer-, Salz- und Kaffeemühlen in Griechenland und exportiert sie seit Anfang der 1980er-Jahre international. Die Produktion findet nach wie vor in Thessaloniki statt.

Interessant ist die Kombination aus Handwerk und Maschinentechnik.

Alexander beschreibt die Produktion selbst als automatisiert, wo es sinnvoll ist, aber weiterhin unter persönlicher Kontrolle und mit Handbearbeitung und Qualitätskontrolle als zentralem Teil des Prozesses.

Es ist also kein nostalgisches Produkt, das allein von seinem Aussehen lebt.

Die Mühle ist in erster Linie ein mechanisches Werkzeug.

Es beginnt mit dem Mahlwerk

Das Wichtigste an jeder Pfeffermühle sitzt natürlich im Inneren.

Alexander verwendet das sogenannte 3DCut-System, bei dem das Pfefferkorn zunächst gegriffen und gebrochen, dann in kleinere Teile geschnitten und schließlich durch die kleineren Zähne bis zum gewählten Mahlgrad geführt wird.

Bei vielen Pfeffermühlen des Unternehmens besteht der Mechanismus aus Werkzeugstahl und lässt sich von fein bis grob einstellen. Mehrere Modelle verwenden Mahlwerke mit rund 38 mm Durchmesser, abhängig von der Größe der Mühle.

Das bedeutet nicht, dass Alexander der einzige Hersteller ist, der sich ernsthaft damit beschäftigt, wie das Pfefferkorn gebrochen wird.

Peugeot beschreibt zum Beispiel sein gehärtetes Stahlmahlwerk als Konstruktion, die das Pfefferkorn erst knackt und dann mahlt. Peugeot gibt zudem lebenslange Garantie auf die manuellen Mahlwerke.

Der Unterschied liegt also nicht in der Behauptung, nur Alexander könne Pfeffer richtig mahlen.

Der Unterschied liegt in der gesamten mechanischen Konstruktion rund um das Mahlwerk.

Die Handkurbel macht einen Unterschied

Eine klassische Holzmühle bedient man typischerweise, indem man den Korpus hält und den oberen Teil der Mühle dreht.

Alexander verwendet bei vielen Modellen eine Handkurbel.

Das ergibt eine andere Bewegung.

Statt zwei relativ große Teile gegeneinander zu drehen, rotiert man den Mechanismus über einen Arm mit größerem Radius. Alexander selbst hebt den langen Arm als Konstruktion hervor, die das Mahlen erleichtert.

Es ist ein einfaches mechanisches Prinzip: Ein längerer Arm ergibt mehr Drehmoment um die Achse.

Es verändert aber auch das Erlebnis, die Mühle zu benutzen.

Man dreht nicht einfach einen Deckel.

Man bedient ein kleines Stück Mechanik.

Massives Metall statt einer verborgenen Innenkonstruktion

Viele klassische Qualitätsmühlen werden aus Holz gefertigt.

Peugeots ikonische Paris-Serie besteht zum Beispiel überwiegend aus Buche und wird mit dem Stahlmahlwerk des Herstellers kombiniert. Zassenhaus bietet ebenfalls eine lange Reihe von Modellen aus Buche, Eiche, Nussbaum und anderen Materialien mit Keramikmahlwerk im Inneren.

Alexander hat einen anderen Materialcharakter.

Im Sortiment von RJD finden sich unter anderem Mühlen aus massivem Messing, Kupfer und verchromtem Messing. Die verchromten Modelle bauen unter der Oberfläche weiterhin auf einer Messingkonstruktion auf.

Das spürt man sofort, wenn man eine der Mühlen in die Hand nimmt.

Ein 20-cm-Modell von Alexander mit Metallmahlwerk kann rund ein halbes Kilo wiegen. Das gibt der Mühle ein deutliches physisches Gewicht und einen ganz anderen Charakter als eine leichte Holz- oder Kunststoffkonstruktion.

Gewicht ist nicht automatisch gleich Qualität.

Hier ist es aber ein direktes Ergebnis von Material und Konstruktion.

Messing und Kupfer werden mit dem Gebrauch schöner

Messing und Kupfer sind lebendige Materialien.

Eine blanke Messingmühle sieht neu auf eine bestimmte Weise aus.

Nach Monaten und Jahren mit Berührung, Luft und normalem Gebrauch verändert die Oberfläche allmählich ihren Charakter und entwickelt eine natürliche Patina.

Im Alexander-Sortiment von Rune-Jakobsen Design beschreiben wir genau diese Veränderung als Teil der Materialeigenschaften. Wer die blanke Oberfläche bevorzugt, kann das Messing wieder aufpolieren.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zu vielen lackierten, eloxierten oder pulverbeschichteten Küchenprodukten.

Hier wird nicht versucht, das Produkt visuell unverändert zu halten.

Die Spuren des Gebrauchs dürfen Teil davon werden.

Patina oder blankes Finish – beides ist möglich

Es gibt grundsätzlich zwei Arten, mit Messing und Kupfer zu leben.

Man kann die Oberfläche sich natürlich entwickeln lassen und die dunklere, vielfältigere Patina akzeptieren.

Oder man poliert das Metall in regelmäßigen Abständen und stellt ein blankeres Bild wieder her.

Das macht die Mühle als Objekt interessant, weil der Besitzer weitgehend selbst bestimmt, wie sie altert.

So erinnern die Alexander-Mühlen eher an Kupfertöpfe, Messingbeschläge und andere traditionelle Metallgegenstände als an ein typisches Küchengerät.

Pfeffer und Salz brauchen nicht unbedingt dasselbe Mahlwerk

Ein wichtiges Detail wird leicht übersehen, wenn Salz- und Pfeffermühle als passendes Set gekauft werden.

Salz und Pfeffer stellen unterschiedliche Anforderungen an die Mechanik.

Die Pfeffermühlen von Alexander verwenden ein Metallmahlwerk, während die Salzmodelle eine eigene Konstruktion mit korrosionsbeständigen Komponenten nutzen, weil Salz gewöhnliches Metall weit stärker angreift. Bei konkreten Alexander-Modellen besteht der Salzmechanismus unter anderem aus einem glasfaserverstärkten, lebensmittelgeeigneten Polymer in Kombination mit einer Edelstahlachse.

Peugeot folgt demselben Grundprinzip und verwendet ebenfalls unterschiedliche Mechanismen, je nachdem, ob eine Mühle für Pfeffer, trockenes Salz oder feuchtes Meersalz bestimmt ist.

Das ist aus unserer Sicht der richtige Ansatz.

Eine Salz- und eine Pfeffermühle müssen nicht denselben Mechanismus haben, um wie ein Paar auszusehen.

Die Funktion kommt zuerst.

Mehr als schwarzer Pfeffer

Die Alexander-Pfeffermühlen können auch für eine Reihe getrockneter Gewürze verwendet werden.

Im Sortiment von RJD empfehlen wir sie unter anderem für Pfeffer, Koriandersamen, Fenchel, Kreuzkümmel und Kardamom, je nach Modell sowie Größe und Härte des Gewürzes.

Das eröffnet eine andere Art, die Mühle zu nutzen.

Eine kleinere Alexander muss zum Beispiel nicht die traditionelle Pfeffermühle am Herd sein. Sie kann Koriandersamen oder einer bestimmten Gewürzmischung gewidmet werden, die man häufig verwendet.

Ganze Gewürze bewahren ihr Aroma in der Regel besser als bereits gemahlene, und die Mühle macht es möglich, sie erst unmittelbar vor dem Gebrauch zu mahlen.

Alexander gegen Peugeot

Peugeot ist ein naheliegender Vergleichspunkt.

Die französische Marke hat eine lange Geschichte mit Gewürzmühlen und fertigt mehrere ihrer bekannten Holzmodelle weiterhin in Frankreich. Ihre Stahlmahlwerke sind bewährt, präzise und kommen mit lebenslanger Garantie. Die u'Select-Modelle haben zudem sechs definierte Mahlgradstufen.

Wer eine klassische Holzmühle mit sehr gut kontrollierbarer Einstellung möchte, trifft mit Peugeot deshalb eine starke Wahl.

Alexander bietet etwas anderes.

Die Mühle ist in höherem Maß ein massives Metallobjekt. Die Handkurbel verändert die Bedienung, die Oberfläche verändert sich mit der Zeit, und die mechanische Konstruktion ist in Gebrauch und Aussehen sehr deutlich.

Das ist nicht unbedingt für alle besser.

Aber es ist deutlich anders.

Alexander gegen Zassenhaus

Zassenhaus steht wiederum für eine andere technische Philosophie.

Das Unternehmen verwendet ein in Deutschland produziertes Keramikmahlwerk, das bei einer Reihe von Modellen für Pfeffer, Salz, Gewürze und getrocknete Kräuter eingesetzt werden kann. Der Mahlgrad lässt sich von sehr fein bis grob einstellen, und die gewählte Einstellung bleibt beim Nachfüllen erhalten.

Das macht Zassenhaus zu einer flexiblen Lösung.

Alexander hat stärker spezialisierte Mechanismen für Pfeffer bzw. Salz und kombiniert sie mit einer schweren, metallbasierten Konstruktion.

Auch hier ist der Unterschied keine Frage davon, dass die eine technische Lösung richtig und die andere falsch wäre.

Sie bauen schlicht auf zwei verschiedenen Vorstellungen davon auf, wie eine Gewürzmühle konstruiert sein sollte.

Alexander gegen die Pepper Cannon

Am entgegengesetzten Ende finden wir MÄNNKITCHENs Pepper Cannon.

Sie ist CNC-gefräst aus Aluminium, hat gehärtete Stahlzähne, eine doppelt gelagerte Achse und einen sehr großen Mahlbereich. Die gesamte Konstruktion ist mit Fokus auf Geschwindigkeit, Präzision und sehr hohe Kapazität entwickelt.

Das ist moderne Ingenieursarbeit mit klarem Zweck.

Alexander ist ebenfalls ein Ingenieursprodukt – aber aus einer anderen Tradition.

Hier ist die mechanische Funktion in Messing und Kupfer, Handkurbel und eine Konstruktion verpackt, die optisch vor Generationen in einer Küche hätte stehen können.

Wo die Pepper Cannon fast professionelles Präzisionswerkzeug signalisiert, signalisiert Alexander klassische Mechanik.

Beide können Pfeffer mahlen.

Sie erzählen nur zwei völlig verschiedene Geschichten darüber, wie ein Küchengerät aussehen kann.

Ein Design mit historischen Wurzeln

Die traditionellen Alexander-Modelle bauen auf einem Typ tragbarer Kaffeemühle auf, der mit der Feldausrüstung griechischer Soldaten verbunden wird.

Die Grundform ist einfach: ein zylindrisches Metallgehäuse, eine deutlich sichtbare mechanische Achse und eine Handkurbel oben. Alexander hat das Prinzip auf moderne Pfeffer-, Kaffee- und Gewürzmühlen übertragen.

Das erklärt auch, warum die klassischen Modelle nicht wie die traditionelle französische Holzmühle aussehen.

Das Design hat schlicht einen anderen Ausgangspunkt.

Classic oder Nordic?

Die traditionellen Alexander-Mühlen haben charakteristische Verzierungen und Ziselierungen im Metall.

Bei Rune-Jakobsen Design wollten wir auch eine Version mit schlichterem Ausdruck.

Deshalb sind Nordic Brass Mill und Nordic Copper Mill speziell für Rune-Jakobsen Design gefertigt – mit glatten Seiten und klaren Linien, aber mit derselben Grundkonstruktion und denselben handwerklichen Prinzipien wie die übrigen Mühlen von Alexander.

Das verändert den Charakter der Mühle erheblich.

Die Classic-Modelle zeigen deutlich ihre griechische, traditionelle Herkunft.

Die Nordic-Modelle lassen das Material fast allein wirken.

Messing ist Messing.

Kupfer ist Kupfer.

Viel mehr braucht es nicht.

Die Nordic Brass Mill bei Rune-Jakobsen Design ansehen

Eine Mühle darf stehen bleiben

Wie bei unseren eigenen Schneidebrettern und Messerleisten interessieren wir uns für Küchengeräte, die nach dem Gebrauch nicht weggeräumt werden müssen.

Die Alexander-Mühlen sind ein gutes Beispiel.

Sie sind funktional genug, um an den Herd zu gehören, und charaktervoll genug, um auf dem Esstisch zu stehen.

Das massive Messing oder Kupfer macht sie zu sichtbaren Objekten in der Küche, und weil sich das Material mit dem Gebrauch verändert, wird jede einzelne Mühle allmählich persönlicher.

Das passt gut zu unserer grundlegenden Sicht auf Küchengeräte:

Was man jeden Tag benutzt, darf es wert sein, angesehen zu werden.

Ein Produkt, das sich warten lässt

Alexander behandelt die Mühlen als mechanische Werkzeuge.

Das Programm des Herstellers umfasst Wartung und Ersatzteile, und die Konstruktionen sind so entwickelt, dass der Mechanismus gereinigt und gewartet werden kann, statt das gesamte Produkt zwangsläufig zu entsorgen, wenn nach vielen Jahren des Gebrauchs etwas Aufmerksamkeit braucht. Der Hersteller hat eigene Kategorien für Wartung, Zubehör und Ersatzteile.

Das ist eine Eigenschaft, die wir schätzen.

Ein Werkzeug aus massivem Metall sollte nicht als kurzlebige Verbrauchsware betrachtet werden.

Es sollte benutzt werden.

Gewartet.

Und wieder benutzt.

Warum Alexander Handcrafted Mills bei Rune-Jakobsen Design?

Es gibt hervorragende Gewürzmühlen anderer Hersteller.

Peugeot fertigt einige der bekanntesten Holzmühlen der Welt mit sehr bewährten Stahlmahlwerken.

Zassenhaus hat ein flexibles und präzises Keramiksystem entwickelt.

MÄNNKITCHEN zeigt, wie weit man eine Pfeffermühle treiben kann, wenn hohe Kapazität und mechanische Präzision über fast alles andere gestellt werden.

Alexander Handcrafted Mills sind aus anderen Gründen interessant.

Sie verbinden mechanische Funktion, massives Metall, Handwerk, Tradition und ein Design, das mit dem Gebrauch schöner und persönlicher wird.

Sie versuchen nicht, wie ein modernes Küchengerät auszusehen.

Und sie versuchen auch nicht zu verbergen, dass sie mechanische Werkzeuge sind.

Handkurbel, Achse, Metall und Mahlwerk sind alle Teil der Identität des Produkts.

Genau das mögen wir an ihnen.

Handgefertigt in Griechenland. Präzises Mahlwerk. Massives Messing und Kupfer. Materialien, die mit der Zeit Patina ansetzen.

Ein Küchengerät für alle, die echtes Handwerk der Massenproduktion vorziehen.

Alle Alexander Handcrafted Mills bei Rune-Jakobsen Design ansehen


Quellen und weiterführende Lektüre

  • Alexander Handcrafted Mills – offizielle Herstellerinformationen zu Unternehmen, Produktion und Sortiment.
  • Alexander Handcrafted Mills – technische Spezifikationen zum 3DCut-Mahlwerk und den Metallmechanismen.
  • Rune-Jakobsen Design – Alexander Handcrafted Mills, Materialien, Modelle und Verwendung.
  • Rune-Jakobsen Design – Nordic Brass Mill, speziell für RJD gefertigt.
  • Peugeot – Stahlmahlwerk, u'Select und Mahlprinzipien.
  • Zassenhaus – Keramikmahlwerk und Einstellung.
  • MÄNNKITCHEN – Pepper Cannon, Konstruktion und Mahlbereich.

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