Japanisches Gusseisen richtig pflegen
Zuerst den Produkttyp bestimmen
Japanisches Gusseisen ist keine einheitliche Pflegekategorie. Ein unemaillierter Tetsubin kocht Wasser, eine emaillierte Teekanne brüht und serviert, Kochgeschirr und Dekorobjekte können andere Oberflächen besitzen. Lesen Sie die Anleitung, bevor Sie Wärme, Spülmittel oder Öl einsetzen.
Nach Gebrauch sofort leeren und trocknen
Lassen Sie Wasser oder Tee nicht im Gusseisen stehen. Leeren Sie das noch warme Objekt und trocknen Sie Deckel, Ausguss, Fugen und Außenseite. Ein Tetsubin trocknet meist ohne Deckel durch Restwärme; starkes Leerheizen kann die Oberfläche schädigen. Erst vollständig trocken und luftig lagern.
Tetsubin und emaillierte Teekanne unterscheiden
Ein traditioneller, unemaillierter Tetsubin wird mit Wasser gespült und normalerweise weder gescheuert noch mit Spülmittel gereinigt. Die entstehende Mineralschicht innen bleibt erhalten. Eine emaillierte Teekanne darf dagegen nicht auf direkte Hitze; ihre glasartige Schicht muss vor Stößen, Metallwerkzeugen und Schleifmitteln geschützt werden.
Was tun bei Rost?
Einzelne Rostpunkte bedeuten bei unemailliertem Eisen nicht zwingend einen Defekt. Wird das Wasser rötlich, trüb oder riecht deutlich metallisch, folgen Sie der Rostanleitung des Herstellers. Manche empfehlen grünen Tee, dessen Tannine mit dem Eisen reagieren. Keine beliebigen chemischen Rostlöser verwenden.
Ruhiger Gebrauch verlängert das Leben
Vermeiden Sie Temperaturschock, dauerhafte Feuchte und Spülmaschinen. Nur bei ausdrücklicher Eignung mäßig erhitzen und die Induktionszone auf den Boden abstimmen. Auch Untersetzer und Dekorteile nach dem Wischen trocknen. Gute Pflege heißt vor allem, Wasser, Wärme und Oberfläche zu kontrollieren.
Auch lesenswert
- Oitomi – japanisches Gusseisen aus der Nambu-Region
- Osamu Saruyama – japanisches Design zwischen Tradition und Gegenwart
- Hinoki-Holz – Duft, Eigenschaften und Handwerk










